Archiv der Kategorie 'Politics'

Kein Sommer ohne Antifa!

www.antifa-camp.de

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein vielseitiges Programm mit vielen Workshops und Diskussionsrunden. Mit dabei sind wieder Angebote zu Themen wie Antifaschismus, Militarismus, Sexismus, Kapitalismuskritik und vieles mehr. Auch praktische Tips für die Arbeit vor Ort, Kultur, Party und Zeit für den Austausch mit „alten Hasen“ und Leuten und ganz neu dabei sind, werden nicht zu …kurz kommen.

Zum Programm

Das Hit&Run Kombinat freut sich sich auf das diesjährige Kulturprogramm:

Freitag
FEINE SAHNE FISCHFILET – Ska Punk aus dem Norden. Antifa Lieblinge und Stimmungsmaschine.
www.myspace.com/feinesahnefischfilet
KOBAYASHI – Politpunk aus Bremen – Älteres Semester, tiefgründig mit Attitüde und ner anständigen Portion Rotz.

Party:
Passend zum Vortrag über Homophobie im Dancehall gibts Reggea/Dancehall im Anschluss ohne den scheiß.
Nur Stimmung und gute Laune.
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Samstag
DENY EVERYTHING – HC/Punk aus Köln – Bestes Kid Dynamite double ever. Lösen sich im Oktober auf, jetzt nochmal schön zerlegen.
ZOSCH – SynthiePunk, auch Köln – Irgendwo zwischen Blondie und Amiga 500.

Party: Elektro/Minimal till Ordnungsamt

Teinahme geht nur mit vorheriger Anmeldung – alles auf der Homepage.

NSHC ausschalten!

LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, #37 Schwerpunkt: National Socialist Hardcore
Category: news, feature news
Anfang Dezember erscheint die 37. Ausgabe der antifaschistischen Zeitschrift LOTTA mit einem Schwerpunktthema, das gerade auch für die Punk- und Hardcore-Szene von Interesse sein dürfte: Wir befassen uns ausführlich mit dem „National Socialist Hardcore“, der Neonazi-Adaption des Hardcore, die immer mehr Einfluss in der rechten Szene gewinnt.

Lauter, schneller, härter

Hardcore, Hatecore und National-Socialist-Hardcore



Ende der 1970er Jahre brachte der aus dem Punk entstandene RechtsRock in Verbindung mit der Skinhead-Kultur junge Menschen stärker als zuvor mit extrem rechter Ideologie in Berührung. Diese jugendkulturelle Neuerung sorgte dafür, dass die extreme Rechte und vor allem der Neonazismus nicht eine Bewegung vor allem alter Männer wurden, sondern neue Dynamik und neue Attraktivität entwickelten. Fast 20 Jahre lang waren dann Bomberjacken und Glatzen die Erkennungsmerkmale der neonazistischen Jugendkultur. Diese wandelt sich jedoch seit einigen Jahren erneut – sowohl auf der musikalischen als auch auf der ästhetischen Ebene. Die Neonazis entdeckten den Hardcore.



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„Pro-Köln“ Mahnwache „abgepfiffen!“

Zum letzten mal vor der Neuauflage ihres Anti-Islamisierungskongresses am 9.Mai haben „pro-Köln“ heute erneut zu einer Mahnwache in Köln-Ehrenfeld vor dem Gelände der Moschee aufgerufen. Vermutlich mit der Angst im Rücken, dass über die Osterfeiertage auch das Stammpublikum fernbleibt, hat „pro-Köln“ auf ihrer Homepage noch einmal ordentlich die Werbetrommel gerührt. Zu lesen war da zum Beispiel, dass jeder friedliche Bürger das Recht hat, zur Demonstration durchgelassen zu werden und sich nicht an den Polizeiabsperrungen abwimmeln lassen solle.

Das lassen wir uns doch nicht zweimal sagen! Deshalb galt heute zum ersten mal das Motto: AUFGESTANDEN! HINGEGANGEN! ABGEPFIFFEN! – und das Bündnis gegen „pro-Köln“ nutzte die Mahnwache für eine Generalprobe ihres Konzeptes für den 9.Mai. (mehr…)

Zurückbeißen! Für ein AZ in Köln

Ende des Jahres stand das Bauaufsichtssamt vor der Tür: Das Betreten der Schnapsfabrik sei ab sofort aufgrund von brandschutzrechtlichen Bestimmungen untersagt. Die Schnapsfabrik war im letzten Jahr ein wichtiger Raum für kulturelle und politische Aktivitäten in Köln. Von dort aus wurde unter anderem das Convergence Center bei den Protesten gegen den Anti-Islam-Kongress organisiert. Mit der Schließung dieser Räume verliert Köln einen der wenigen selbstverwalteten Orte für Kultur und Politik. Und nicht nur die Schnapsfabrik, sondern auch andere Veranstaltungsorte werden mit hohen Auflagen genervt oder in ihrer Existenz bedroht.

So nicht!

Die Menschen in Köln brauchen nicht weniger, sondern mehr solcher Orte und insbesondere einen Ort, wo auch größere politische Veranstaltungen und unkommerzielle Parties und Konzerte möglich sind. Mit der Reclaim the Streets-Party am internationalen Freiraumaktionstag im April 2008 wurde klar, wie groß der Wunsch nach Freiräumen auch in Köln ist. Damals legten 1000 Menschen den Verkehr auf den Ringen für viele Stunden lahm und eigneten sich den öffentlichen Raum für eine ausgelassene Party an.

Schafft ein, zwei, viele Schnapsfabriken!

Die Demo am 31.01.09 soll der Auftakt für die neue Freiraumkampagne Pyranha sein. Sie wird das ausdrücken, was uns fehlt: Ein Freiraum, von uns und für uns, mit Politik, Kunst, Musik und noch vielem mehr.

Wir fordern:
Stoppt die Repression gegen alternative Räume
Finger weg von der Schnapsfabrik
Für ein selbstverwaltetes autonomes Zentrum

Ein autonomes Zentrum lebt von euren Ideen, also lasst euch was einfallen und beteiligt euch kreativ an der Demo und der Kampagne! Kommt am 15.02.09 um 18 Uhr in die Alte Feuerwache zum Kampagnentreffen.

Pyranha Kampagne für ein autonomes Zentrum… mit feuerfestem Aquarium

Kneipe am Montag

Offene AKKU-Kneipe im Dezember
22.12.2008, 19:00 Uhr
Ort:
LC36 (Hans-Böckler-Platz/Bahnhof West)

Auch kurz vorm Jahreswechsel möchten wir euch wieder zur Kneipe in die LC36 einladen. Neben Limo und Bier gibt es auch wieder leckeres veganes Essen.

Für den kulturellen Rahmen sorgen diesmal unsere Freundinnen und Freunde vom Antifa-KOK aus Düsseldorf. Am 19. und 20. September haben sie einen Dokufilm über den Widerstand gegen den geplatzten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ der selbsternannten Bürgerbewegung „pro Köln“ gedreht, den wir sogut-wie-exklusiv zeigen werden. Nostalgie und spontane Lacher garantiert!

Aufgestanden Hingesetzt …

Keine Meinungsfreiheit für Rassisten!

Wann? Samstag, 13. Dezember 2008, 9:30 Uhr
Wo? Ehrenfeld, Ecke Venloer Str./Innere Kanalstr.

Die extrem rechte Organisation „pro Köln“ hetzt weiter gegen Muslime und MigrantInnen: Jeden zweiten Samstag im Monat will sie nun vor der geplanten Moschee in Köln-Ehrenfeld demonstrieren. Bereits am 20. September 2008 hatte „pro Köln“ zu einem europaweiten „Anti-Islamisierungskongress“ aufgerufen. Dieser wurde von Zehntausenden GegendemonstrantInnen erfolgreich blockiert und verhindert. Das Bündnis gegen „pro Köln“, das die Blockaden am 20.9. organisiert hat, ruft dazu auf, der nächsten rassistischen Kundgebung von „pro Köln“ am 13. Dezember 2008 keinen Raum zu geben.

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Antifa Kneipe

Offene AKKU-Kneipe im November
Montag, 24. November, 20:00 Uhr
LC36, Hans-Böckler-Platz/Bahnhof West

Auch in diesem Monat bieten wir Euch wieder gemütliches Beisammensein bei Limo und Bier. Auch für warmes Essen ist wieder gesorgt.

Diesmal steht die Kneipe im Zeichen des bevorstehenden Zahltag XXL, der vom 1. bis 5. Dezember stattfindet und die Rechte der Erwerbslosen in Köln konkret durchsetzen wird. Eine Person aus dem Bündnis Zahltag jetzt! wird dazu und zur Geschichte und Motivation des Kölner Zahltages einige Worte sagen. Weitere Informationen gibt es beim Bündnis Zahltag jetzt!

Desweiteren gibt es Informationen zur Kundgebungsserie von „pro Köln“. Auf der nächsten Kundgebung am 13. Dezember wird der Bundestagsrechtsaußen Henry Nietzsche, der auch schon bei der Bootsfahrt am 19. September anwesend sein durfte, sprechen.

Kein Rassistinnen in Köln!

Aufruf zu Massenblockaden gegen den RassistInnenkongress Drucken

Vom 19. bis zum 21. September 2008 wollen RassistInnen und NeofaschistInnen aus ganz Europa in Köln einen so genannten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ durchführen. Auf Einladung der selbsternannten „Bürgerbewegung pro Köln“ wollen bis zu 1000 Rechte verschiedenster Couleur (vom klassischen Neonazi bis hin zu Rechtskonservativen) unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Islamkritik ihre Propaganda gegen Menschen anderer Herkunft und Religion verbreiten.

„pro Köln“ ist eine extrem rechte Organisation, die seit Jahren in Köln und auch überregional rassistische Politik betreibt. Viele FunktionärInnen und Mitglieder von „pro Köln“ kommen aus neonazistischen Parteien und Gruppierungen wie etwa der NPD, den „Republikanern“ und der „Deutschen Liga für Volk und Heimat“. In letzter Zeit hetzte „pro Köln“ vorrangig gegen den Bau einer Moschee in Köln-Ehrenfeld und ging mit rassistischer und extrem rechter Propaganda auf Wählerfang.

Für den Kongress im September haben sich unter anderem VertreterInnen extrem rechter Parteien aus Österreich (FPÖ), Belgien (Vlaams Belang), Italien (Lega Nord), den USA (Robert Taft Group), Großbritannien (British National Party), Spanien und Ungarn angesagt. Außerdem soll der international bekannte Vorsitzende der extrem rechten Front National (FN), Jean Marie Le Pen, anläßlich des Kongresses in Deutschland auftreten. Mit ihrem europaweiten Hetzkongress verfolgen die altgedienten NeofaschistInnen von „pro Köln“ zwei Ziele: Erstens soll die Zusammenarbeit extrem rechter Parteien aus ganz Europa ausgebaut werden. Zweitens will „pro Köln“ mit dieser Großveranstaltung den Wahlkampf für die NRW-Kommunalwahlen 2009 eröffnen.

Wir werden weder ein solches internationales rassistisches Treffen dulden, noch zulassen, dass „pro Köln/pro NRW“ im Kommunalwahlkampf ungestört ihre rassistische Propaganda betreiben kann. Daher rufen wir dazu auf, diesen Kongress zu verhindern!

Dies kann uns nur gelingen, wenn an diesen Tagen möglichst viele Menschen gemeinsam den Veranstaltungsort blockieren und den Rechten den Durchgang versperren. Bei aller Unterschiedlichkeit unserer politischen Ansichten verbindet uns dieses Ziel. Wir werden ihnen dabei unsere Entschlossenheit entgegensetzten und durch unsere Gemeinsamkeiten und Vielfalt unberechenbar sein. Mit dem Mittel des zivilen Ungehorsams werden wir „pro Köln“ und Gefolge in die Schranken weisen.

Beteiligt euch an Massenblockaden rund um den Kongressort!
Sie kommen nicht durch!

www.hingesetzt.mobi

1.Mai Hamburg Infotour in Köln

Bevor am 19.4. Das Konzert im Kulturbunker beginnt, freuen wir uns Referenten der Antifa Hamburg zu Gast zu haben. Also wer sich ein Bild von den Gegenaktionen rund um den 1.Mai in Hamburg machen möchte, ist herzlich eingeladen schon etwas früher auf der Matte zu stehen.

Antifa Hamburg

Naziaufmarsch am 1.Mai in Hamburg verhindern!

Aufrufe der Autonome Antifaschistische Gruppen Hamburg

Internationale Solidarität statt Volksgemeinschaft!
Heraus zum antifaschistischen 1.Mai!

Am 1.Mai wollen NPD und Freie Nationalisten einen bundesweiten Aufmarsch in Hamburg-Barmbek durchführen. Unter dem rassistischen und fadenscheinig antikapitalistischen Motto: „Arbeit und soziale Gerechtigkeit für alle Deutschen! Gemeinsam gegen Globalisierung!“ soll die alljährliche 1. Mai-Demonstration der Nazis diesmal in Hamburg stattfinden. Der Tag ist von den Nazis nicht beliebig gewählt: Der 1.Mai steht als internationaler Kampftag in der Tradition der linken Arbeiter_innenbewegung. Dennoch versuchen Nazis an diesem Tag, die soziale Frage erneut von rechts zu besetzen.

Eine Bestandsaufnahme
Die in der Geschichte der Arbeiter_innenbewegung erkämpften Rechte auf eine soziale Absicherung werden in Folge einer neoliberalen Umgestaltung der Gesellschaft mehr und mehr ausgehöhlt. Die diesem Prozess zugrunde liegende kapitalistische Verwertungslogik forciert die Verschärfung sozialer Widersprüche und führt zu fortschreitender Armut. Trotz immer gravierenderer Einschnitte und wachsender sozialer Ungleichheit findet aber höchstens eine individuelle Auseinandersetzung mit der Problemlage statt. Hierbei wird deutlich, dass wir die Frage nach den politischen Ursachen in den Vordergrund stellen müssen, um so mit linksradikaler Kritik dem Problem der Vereinzelung entgegen zu treten. Der zentrale Widerspruch des Kapitalismus, der zwischen Kapital und Arbeit besteht, ist deutlich spürbar. So müssen die meisten Menschen in lohnabhängigen Beschäftigungsverhältnissen unter immer schlechteren Bedingungen ihre Arbeitskraft verkaufen, um leben zu können. Der durch die Lohnarbeit erzielte Profit kommt aber nur denjenigen zu gute, die Besitzer_innen von Produktionsmitteln sind und die Ausbeutung der Arbeitskraft organisieren.

Nazis machen auf sozial
Seit einigen Jahren haben Nazis das Thema der sozialen Frage auch für sich entdeckt. Besonders offensichtlich wird das durch den Versuch, sich bei den Protesten gegen die Hartz IV-Reformen als „Anwalt der kleinen Leute“ darzustellen. Durch ein bürgernahes Auftreten und eine vermeintlich antikapitalistische Rhetorik versuchen Nazis, die dem Kapitalismus innewohnenden sozialen Widersprüche von rechts zu erklären.
Als Gegenentwurf zur Globalisierung konstruieren sie eine „Volksgemeinschaft“, deren Wohl von äußeren wie inneren Feinden bedroht sei. Der Angriff von Außen erfolge angeblich durch das „internationale Finanzkapital“. Dabei stehe das Finanzkapital stellvertretend für eine vermeintlich jüdische Weltverschwörung. Das Argumentationsmuster der Nazis folgt somit antisemitischen Stereotypen. So sei zwischen dem „jüdisch-raffenden“ und dem „deutsch-schaffenden“ Kapital zu unterscheiden. Ziel der Nazis ist eine auf biologistischer und rassistischer Basis konstruierte „Volksgemeinschaft“. In dieser stehe das hierarchisch organisierte völkische Kollektiv im Mittelpunkt. Das deutsche Kapital wie auch der dem Arbeitsethos unterworfene „deutsche Arbeiter“ habe allein der Nation zu dienen. So wird unterstellt, dass alle dieser Gemeinschaft Angehörenden ein gemeinsames Interesse hätten. In Abgrenzung dazu werden im Inneren diejenigen zu „Volksfeinden“ erklärt, die sich diesem Weltbild nicht unterordnen wollen oder können.

„Nationaler Sozialismus“ – das kennen wir schon!
Nazis reduzieren den Kapitalismus lediglich auf jene Geschäfte, in denen nicht Geld gegen Ware, sondern Geld gegen Geld getauscht wird. Damit werden die Grundlagen der bürgerlich-kapitalistischen Wirtschaftsform jedoch nicht in Frage gestellt. Stattdessen treten Nazis für eine Sozialpartnerschaft mit dem deutschen Kapital ein. In dieser habe das „Unternehmertum“ der Nation zu dienen, Zwangsarbeitsdienste sollen eingefordert und unabhängige Gewerkschaften beseitigt werden. Wenn NPD und Freie Kameradschaften in diesem Zusammenhang von einem „nationalen Sozialismus“ sprechen, meinen sie die Gleichsetzung von „Volksgemeinschaft“ und Sozialismus mit möglichst unabhängiger Wirtschaft und kultureller Einförmigkeit. Dieser Sozialismusbegriff der Nazis hat jedoch nichts mit dem eigentlichen Sozialismus zu tun und verschaffte der nationalsozialistischen Herrschaft lediglich einen scheinbar revolutionären Anstrich. Tatsächlich blieb die kapitalistische Gesellschaftsordnung im Nationalsozialismus völlig unangetastet. Stattdessen wurden große Teile der deutschen Wirtschaftselite eifrig hofiert, da ohne ein Zusammenspiel der NS-Führung mit der Wirtschaft an eine Machtübergabe nicht zu denken war.
Der „nationale Sozialismus“ der Nazis bezieht sich jedoch nicht nur inhaltlich auf die nationalsozialistische Ideologie. Auch praktisch dient der deutsche Faschismus hier als Vorbild. Nachdem die NSDAP den 1. Mai 1933 zum „Feiertag der nationalen Arbeit“ erklärte und zum Anlass für Propagandamärsche umwandelte, stürmten am 2. Mai 1933 SA und SS-Trupps die deutschen Gewerkschaftshäuser. In der Folge zerschlugen die Nazis sämtliche Arbeiter_innenorganisationen und viele Vertreter_innen der traditionellen Arbeiter_innenklasse kamen ins KZ und wurden ermordet. Das „Gesetz […] zur Ordnung im Betrieb“ von 1934 zeigt auf, was unter einer „völkischen Sozialpartnerschaft“ zu verstehen ist. Der Unternehmer wurde als „Führer des Betriebs“ und die Arbeiter_innen als dessen „Gefolgschaft“ festgelegt. Lohnkämpfe und jegliche Streiks wurden verboten. Was weiter folgte, ist bekannt …

Der 1. Mai gehört uns!
Als Antifaschist_innen treten wir für eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft ein. Diese lässt sich weder mit dem völkischen Konzept der Nazis noch mit dem bürgerlich- kapitalistischen System erreichen. Grundlage für ein solidarisches und emanzipatorisches Zusammenleben ist die gesellschaftliche Aneignung der Produktionsmittel und die Überwindung der herrschenden Verhältnisse. Ein Kampf gegen die im Kapitalismus zugespitzten sozialen Widersprüche wie Rassismus, Antisemitismus und Sexismus kann nur so geführt werden.

Weder am 1. Mai noch an einem anderen Tag werden wir es zulassen, dass Nazis ungehindert ihr menschenverachtendes Weltbild propagieren können. Wir werden uns ihnen mit vielfältigen Aktionsformen entgegen stellen! Dass wir dabei mit Einschränkungen von staatlicher Seite rechnen müssen, macht deutlich, dass der so genannte staatliche Antifaschismus nicht mehr als ein Lippenbekenntnis ist. Dies zeigte sich, neben vielen anderen negativen Beispielen, besonders bei dem gezielten Übergriff der Hamburger Polizei auf eine antifaschistische Bündnisdemonstration am 31. Januar 2004 in Hamburg-Barmbek. Dort wurde die Demonstration mit Wasserwerfern und unter Schlagstockeinsatz von der Polizei angegriffen. Unterdessen wurde auch der Lautsprecherwagen, in dem die Auschwitz-überlebende Esther Bejarano saß, heftig attackiert. Während Nazis in unmittelbarer Nähe unter dem Schutz eines massiven Polizeiaufgebotes ungehindert marschieren konnten, wurde antifaschistischer Protest durch den Staat behindert und kriminalisiert.

Das Ziel bleibt, ein breites antifaschistisches Bewusstsein zu schaffen. Der 1. Mai steht in der Tradition der linken Arbeiter_innenbewegung und gehört somit uns! Zeigen wir, dass die Nazis weder in Hamburg noch sonst wo auf die Straße gehören, sondern wie das kapitalistische System auf den Müllhaufen der Geschichte! Deshalb beteiligt euch an der antifaschistischen Bündnisdemonstration am 1. Mai in Hamburg-Barmbek!

Heraus zum antifaschistischen 1. Mai!
Nazis von der Straße fegen!
Kapitalismus abschaffen!