Archiv der Kategorie 'Politics'

„Let´s Push things Forward“ Kampagne stellt sich vor

Let´s push things forward – put politics back into Hardcore! “

It´s more than music!“ Diese Beschreibung von Hardcore lässt viel Spielraum für Definitionen. Wenn wir über die Hardcore Szene sprechen als eine Subkultur, in der sich die unterschiedlichsten Menschen weltweit zuhause fühlen, dann kann es auch keine einzig gültige Definition geben. Fest steht: Hardcore war immer eine politische Jugendkultur mit dem Willen, Dinge zu verändern, alte Strukturen zu sprengen und einen eigenen Weg zu gehen. So ist eine Szene entstanden, die von den Ideen und dem Engagement jedes einzelnen lebt und getragen wird. Mit der Zeit haben diese Wurzeln jedoch mehr und mehr an Relevanz verloren. Breite Teile der Szene definieren sich heute fast ausschließlich durch ihren Konsum. Buntes Vinyl, die richtigen Sneaker und coole Tattoos ersetzen allzu oft ein politisches Selbstverständnis. Eine starke und große Überschneidung zwischen der Musik- und der Politszene, wie sie noch vor einigen Jahren total üblich war, wird immer seltener. Shows werden zur Modenschau und Messageboards zur identitätstiftenden Scheinwelt. Politische Inhalte oder gegenkulturelle Ansätze werden verdrängt. So entsteht vielerorts eine Szene, die sich gerade nicht mehr als wichtigen Teil einer politischen Bewegung definiert. Unser Ziel ist es nicht nur ein politisches Bewusstsein zu stärken, sondern auch für eine politische Praxis zu werben. Als Veranstalter haben wir den Anspruch dies nicht nur durch Flugblätter, Absichtserklärungen und Demos zu tun, sondern in unserem direkten Umfeld auf den Konzerten die Leute zu motivieren aktiv zu werden. Diese Konzertreihe soll den Fokus auf zwei Termine im Mai lenken und so eine Sensibilisierung innerhalb der Hardcoreszene für konkrete uns betreffende politische Themen erreichen. Zum einen wollen wir aktiv für den Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 1.Mai in Hamburg mobilisieren. Ein schwindendes linkes Bewusstsein innerhalb der Hardcoreszene hat vielerorts dazu geführt, dass rechte Unterwanderungsversuche stillschweigend hingenommen wurden. Nazis intervenieren zunehmend in allen Jugendkulturen. Das gängige Bild vom Bonehead in Springerstiefeln ist längst passé. Mit einem modernisierten Lifestyle wird versucht den Bedürfnissen rechtsextremer Jugendlicher entgegenzukommen nach einem Zuhause in einer etablierten alternativen Szene. Je weniger ausgeprägt ein antifaschistisches und antirassistisches Selbstverständnis in jener ist, desto leichter fällt es ihnen ehemals links dominierte Szenen zu erobern. Es steht in der Verantwortung jedes einzelnen, Nazis und ihren rassistischen Ideologien entgegenzutreten, sei es innerhalb der Szene oder am 1.Mai auf den Straßen Hamburgs. Vom 30.Mai-02. Juni sind die Köpi-Aktionstage,aber auch wenn die unmittelbare Räumungsdrohung für das Haus abgewendet ist bedeutet das nicht, dass Mensch sich nun zurücklehnen kann. Solidarität gilt es zu zeigen auch mit den andereren akut räumungsbedrohten Freiräumen in Berlin. So ist die Lage der Rigaer 94, des XB-Liebig und des Schwarzen Kanal weiterhin kritisch. Eine breite Kampagne, getragen von Gruppen aus sämtlichen Spektren, kämpft für den Erhalt dieser Freiräume. Autonome Hausprojekte wie die Köpi,Rigaer 94 und des XB-Liebig , sind unersetzbar für eine linke Szene. Sie bietet Raum für Diskussionen, politische Arbeit, Selbstorganisation und vor allem Selbstbestimmung. Hier findet die auch die Hardcoreszene ein Zuhause und hat die Möglichkeit sich zu entfalten. Deswegen gilt es, sich mit der Köpi und den vielen weiteren bedrohten Projekte zu solidarisieren. Die Kampagne „Let..s push things forward” ist von verschiedenen politisch motivierten Konzertgruppen und Einzelpersonen ins Leben gerufen worden.

Auf Myspace

Auftaktveranstaltung der Kampagne in Brühl

Die Infoveranstaltung in Brühl werden wir nun in Form einer Demonstration in der Innenstadt durchführen.

28. März, 19:00 Uhr
Brühl, Am Markt, vor dem alten Rathaus
[Aufruf]

Selbstverständlich werden wir auch unseren Vortrag halten, wenn auch in gekürzter Form unter freiem Himmel.

Antifaschismus lässt sich nicht verbieten!
Für Zivilcourage und nazifreie Straßen!

VORTRAG IN KÖLN

[Flyer]

Am Mittwoch, dem 2. April findet der Vortrag „‚Autonome Nationalisten‘ – Neonazis in neuem Gewand“ in der Alten Feuerwache, Melchiorstr. 3 in Köln statt.

Nach einem kurzen Abriss der landesweiten neonazistischen Strömungen wird auf die Struktur, die „neuen“ Handlungsformen und den „neuen“ Lifestyle der doch so „alten“ Neonazis eingegangen:

Wo kommen sie eigentlich her, welche ideologischen und strategischen Merkmale verbinden oder differenzieren sie zu anderen faschistischen Gruppierungen wie „freien Kameradschaften“ oder der NPD.

Im Anschluss an den Vortrag wird es genügend Raum für Fragen und eine offene Diskussionsrunde geben.

Kampagne gegen „Autonome Nationalisten“ gestartet

Kampagne gegen „Autonome Nationalisten“ gestartet

Nach diversen Übergriffen von „autonomen Nationalisten“ aus dem Umfeld der sogenannten „Aktionsgruppe Rheinland“ auf Linke und alternative Jugendliche hat sich eine Kampagne unter dem Motto: „Faschismus ist nicht trendy!“ gegründet um dem brauen Spuk ein Ende zu setzen.

Zu Beginn der Kampagne wird eine Broschüre über die AG-Rheinland und die „autonomen Nationalisten“ in mehrern Städten des Rheinlands verteilt.

Zudem wird gibt es eine Infotour in mehrern Städten mit dem Vortrag: „Autonome Nationalisten – Neonazis im neuen Gewand“. In dem Vortrag wird es um das Phänomen der so genannten rechten Autonomen gehen. Wo sie herkommen, welche ideologischen und strategischen Merkmale sie mit der NPD oder den „Freien Kameradschaften“ verbinden bzw. trennen.

Über 400 AntifaschistInnen auf Spontandemo nach rassistichen Übergriff

Unter dem Motto „Das Problem heisst Rassismus“ haben am Mittwochabend mehr als 400 Menschen lautstark und kraftvoll in der Kölner Innenstadt demonstriert. Anlass war ein rassistischer Übergriff im Kölner Studentenviertel am vergangen Wochenende.

Nach der Auftaktkundgebung am Zülpicher Platz, führte die Demo über Zülpicherstraße und Kyffhäuserstraße in die Hohenstadenstraße wo am Wochenende ein 22jähriger als „Neger“ beschimpft und kurz darauf von mehreren Angreifern getreten und geschlagen wurde. Mit der Demonstration sollte ein deutliches Zeichen gegen die rassistischen Alltagszustände in der Bundesrepublik gesetzt werden. „Rassismus ist nicht nur in Ostdeutschland ein alltägliches Problem für Menschen mit Migrationshintergrund. Die rassistischen Ausländergesetze schließen viele MigrantInnen von der Partizipation in der Gesellschaft aus und sperren so genannte Illegale in unmenschlichen Abschiebegefängnissen ein. Eine gesellschaftliche rassistische Grundstimmung gegen „Ausländer“ manifestiert sich neben Müngeln auch in Kochs Wahlkampfhetze gegen junge MigantInnen“ sagte eine Antifa-Aktivistin am gestrigen Abend. „Ob es sich bei den Tätern vom Samstag um organisierte Neonazis oder um andere Rassisten handele ist dabei erstmal zweitrangig, der Angriff war eindeutig rassistisch motiviert. Erschreckend ist es außerdem wie in den Berichten der Kölner Medien das Opfer nach und nach zum Mittäter gemacht werde.“

Auf der Auftaktkundgebung wurde ein kurzer Redebeitrag zu den rassistischen Übergriff und den Umgang der Kölner Medienlandschaft mit diesen sowie über den alltäglichen Rassismus in der BRD gehalten. Die Demonstration zog zunächst über die Zülpicher Str., wo die Burschenschaft Ascania sich so sehr für die Demonstration interessiert, dass gleich eine Videokamera aus dem Burschenhaus auf die DemoteilnehmerInnen gerichtet wurde. Die Demo bog dann in die Kyffhäuser Str ein, wo eine kurze Zwischenkundgebung abgehalten wurde. Ein Redebeitrag über Rassismus im studentischen Alltag wurde verlesen. Danach zog die Demo über die Ringe Richtung Ehrenstraße, kurz nachdem man den Rudolfplatz passiert hatte, zeigte ein Rentner am Rande des Aufzuges mehrmals den Hitlergruß und wurde daraufhin von mehreren TeilnehmerInnen zur Rede gestellt. Nachdem die Polizei die Personalien des Mannes aufgenommen hatte, wurde eine Anzeige eingeleitet. Die Demo zog anschließend weiter zum Büro des Rechtsanwalts Jürgen Clouth in der St. Apernstraße. Clouth, der aus einer bekannten Kölner Unternehmerfamilie stammt, ist bei der extrem Rechten „Bürgerbewegung pro NRW“ seit kurzen für den „Arbeitskreis Mittelstand“ verantwortlich. Vor seiner Kanzlei stoppte die Demo dann noch mal für eine kurze Zwischenkundgebung, nachdem einzelne Böller und Raketen auf den Besuch aufmerksam gemacht hatten, wurde ein Redebeitrag zu „pro Köln/NRW“ verlesen und dazu aufgerufen auch im Alltag „pro Köln“ und anderen Rassisten entschiedener entgegen zutreten und auch alltägliche Ausgrenzungspraktiken gegen MigrantInnen nicht einfach hinzunehmen. Danach ging es weiter zum Friesenplatz, wo die Demo wie geplant aufgelöst wurde. Für die zwei Tage Mobilisierung war es eine gelungene und kraftvolle Demonstration.

Rassistischer Übergriff in Köln

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es mitten auf der „alternativen Partymeile“ von Köln zu einem rassistischen Übergriff. Laut Polizei- und Presseangaben wurde ein 22-Jähriger Mann mit dunkler Hautfarbe aus einer Gruppe von sechs bis sieben „Skinheads“ zunächst als „Neger“ beschimpft. Als dieser auf die Gruppe zuging und fragte, wer das gesagt habe, schlugen und traten die Täter auf das Opfer ein, auch seine Freundin wurde bei dem Vorfall verletzt.

In der Pressemeldung der Kölner Polizei heisst es dazu:
„Der aus Afrika stammende Mann war mit seiner Freundin (21) um 03.30 Uhr zu Fuß auf der Neustadt-Süd unterwegs, als er auf der Hochstadenstraße aus einer Männergruppe heraus als „Neger“ beschimpft wurde. Auf eine Reaktion des 22-Jährigen hatte man offensichtlich spekuliert. Als dieser auf die vermeintlichen Tatverdächtigen zuging und fragte, wer das gesagt habe, schlugen und traten die zunächst Unbekannten auf ihn ein. Auch die Freundin des 22-Jährigen, die ihm zur Hilfe eilte, wurde durch Schläge ins Gesicht verletzt. Ein Zeuge des Vorfalls, der dem jungen Mann ebenfalls helfen wollte, wurde durch einen der Schläger von seinem Vorhaben abgehalten. Alarmierte Polizisten konnten zwei aus Köln stammende Tatverdächtige noch an Ort und Stelle antreffen. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und der Beleidigung ermittelt.“

HitandRun@d_Bilder

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Vortrag: Extreme Rechte in Köln

Köln ganz Rechts
Köln gilt gemeinhin als eine liberale und weltoffene Stadt. Nazis in Köln, gibt es die
überhaupt? Ja, es gibt sie, und das auch in einer nicht unerheblichen Anzahl.
Neben der extrem rechten „Bürgerbewegung pro Köln“ finden sich auch noch eine
ganze Reihe andere rechter Parteien und Organisationen in Köln. Der Vortrag
versucht diese vielen verschieden Organisationen und deren MitgliederInnen kurz
darzustellen, ihre Verbindungslinien zu beleuchten und das ganze rechte Spektrum
in Köln aufzudecken. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit einzelne
Punkte weiter zu vertiefen und die Entwicklungs-Perspektiven der extrem Rechten
darzustellen.

Film: „The truth lies in Rostock“
Hintergründe der Pogrome August ´92 in Rostock-Lichtenhagen

August 1992, Rostock – Lichtenhagen. Die Polizei schaut zu, als Faschisten die
Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge (ZAST) und ein Wohnheim von vietnam-
esischen Vertragsarbeitern mit Molotowcocktails bombardieren. Eine Montage von
Videomaterial, gedreht aus den angegriffenen Häusern heraus, Interviews mit
Anti-FaschistInnen, den vietnamesischen VertragsarbeiterInnen, der Polizei, mit
Bürokraten, Neonazis und Anwohnern. Eine Dokumentation über das heimliche
Einverständnis der Politik und über die verbreitete Angst.

Anschließend Konzert

Infos:
Kein Bock auf Pro Köln
Kulturbunker Mülheim

>d_Bilder<

Was hat es auf sich mit dem Land, in dem wir leben, ohne »relaxen« zu können? Ausgehend von der Initiative »I can’t relax in Deutschland«, die sich kritisch mit der nationalen Selbstfindung beschäftigt, präsentiert der Kulturbunker Mülheim im Dezember die Reihe »d_bilder« mit einer Ausstellung, Vorträgen und Musik.

Am 1. Dezember stellt Karin Richert ihre Fotoarbeiten vor, in denen sie Portraits von Neonazis denen von ProKöln-Aktivisten gegenüberstellt. In »timeline – nationalism reloaded« verleihen die Berliner Medienkünstlerin Alice Creisher und andere ihren Eindrücken eines »vereinten Deutschlands« künstlerische Formen. Abschließend tritt die engagierte Musikerin Bernadette La Hengst auf und hält auch einen Vortrag. Martin Sonneborn, Mitherausgeber des Satiremagazins Titanic, liest am 10. Dezember: Er wird Auskunft über den Zustand Deutschlands geben. Die Finissage am 20. Dezember soll dann ein Resümee der beobachteten Entwicklungen ziehen. Neben einem Vortrag wird es Konzerte von Saalschutz und PTTRNS geben.

Links:

Flyer
Kulturbunker Mülheim

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01.12.: Eröffnungsveranstaltung ab 15 Uhr Vorträge und Musik
Vorträge:
Eric Peters / Dierck Wittenberg „Pop national – der grenzenlose Spaß“
Sonja Witte „Das Wunder von Bern“ – Katharsis der Nation“
Kein Bock auf Pro – Köln: „Neue Rechte in NRW“
Musik: Bernadette La Hengst

10.12.: Martin Sonneborn liest heute im Rahmen der Reihe d_bilder und
präsentiert uns den Zustand diese Landes aus TITANIC Sicht.

17.12.: The Truth lies in Rostock
Dokumentarfilm über die Progrome in Rostock 1992, Vortrag über die
extreme Rechte in NRW, abschließend Konzert mit Shermer(UK) presentiert von Hit and Run.

20.12.: Vortrag I can‘t relax in Deutschland
Abends: Saalschutz/Pttrns/Wan-Tan-B (A-Musik): Elektro-Clash-Punk