http://hitandrun.blogsport.de Thu, 06 Dec 2012 13:56:42 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Dieses Wochenende! http://hitandrun.blogsport.de/2012/12/06/dieses-wochenende/ http://hitandrun.blogsport.de/2012/12/06/dieses-wochenende/#comments Thu, 06 Dec 2012 13:56:42 +0000 Administrator Hit&Run http://hitandrun.blogsport.de/2012/12/06/dieses-wochenende/

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Sommerpause ade http://hitandrun.blogsport.de/2012/08/20/sommerpause-ade/ http://hitandrun.blogsport.de/2012/08/20/sommerpause-ade/#comments Mon, 20 Aug 2012 07:32:06 +0000 Administrator Hit&Run http://hitandrun.blogsport.de/2012/08/20/sommerpause-ade/ Diesen Sommer ist die Hit&Run Crew ja wirklich mal richtig faul gewesen. Ab September ändern wir aber diesen Zustand und starten am 1.9., ausnahmsweise mal auf der Schäl Sick:

Zwei mal AFA Punk vom feinsten:
Zu den Stage Bottles muss nicht viel gesagt werden. Geklauter Text: „Die Stage Bottles aus Frankfurt spielen experimentellen Punkrock mit Anleihen aus Ska und Reggae, die Texte der Band sind dabei auf Englisch und oft sehr spaßbetont, aber auch klar antifaschistisch…mehr Beschreibung bedarf es nicht“
finden wir auch

Artificial Eyes machen Punk – mit Leuten von den Bottles selber undundund. Debutalbum „Revolt“ in den Startlöchern.

Im Anschluss legt die Köln-Mülheimer Asselpunk Prominenz auf – Ausgewählte Stücke gegen Bullen, Bullenschweine, Deutschland, Studenten, Ehrenfeld, Faschos, Spießer, Alles.

www.stagebottles.de
artificialeyes.blogsport.de

Tür ab 19 Uhr, 20.30 Uhr gehts pünktlich los!!!!!!!!!!!

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http://hitandrun.blogsport.de/2012/04/16/83/ http://hitandrun.blogsport.de/2012/04/16/83/#comments Mon, 16 Apr 2012 16:58:25 +0000 Administrator Hit&Run http://hitandrun.blogsport.de/2012/04/16/83/

Buchvorstellung mit Ingo Taler

Out of Step – Hardcore-Punk zwischen Rollback und neonazistischer Adaption

Zum ersten Mal liegt mit diesem Buch eine fundierte und extrem umfangreiche Auseinandersetzung mit den zahlreichen Unterwanderungs- und Umdeutungsversuchen der Punk- und Hardcore-Szene durch organisierte Neonazis vor. Ingo Taler berichtet kenntnisreich über die (mittlerweile) sehr vielen Nazi-Hardcore-Bands und lässt uns einen gruseligen Blick hinter die Kulissen dieser Szene werfen. Neben dieser ausführlichen und informativen Dokumentation liegt die besondere Bedeutung dieses Buchs jedoch im Aufwerfen der grundsätzlichen Frage, was denn eigentlich die Hardcore-Szene so interessant und anziehend für Neonazis macht. Hier kehrt Ingo Taler auch ordentlich vor der eigenen Szene-Haustür und benennt umfangreich und selbstkritisch Fehlentwicklungen und reaktionäre bzw. antiemanzipatorische Tendenzen der letzten zwanzig Jahre.

Dem Buch ist anzumerken, dass hier ein langjähriger HC-Aktivist mit Herzblut und Engagement am Werk war, der in dieser Szene aufgewachsen und in ihr immer noch tief verwurzelt ist. Der gesamte Text ist ein leidenschaftliches und radikales Plädoyer für eine politisch bewusste, strikt antifaschistische und kämpferische Punk- und Hardcore-Bewegung. Hier wird zum Glück kein inhaltsleeres „Good night white pride“-Geplapper (das wir zur Genüge von irgendwelchen Schwätzer und Szene-Geschäftemachern kennen) serviert, nein, mit diesem Buch liegt in Zeiten des Grauzonen-Unwesens endlich eine brauchbare und klare politische Standortbestimmung vor.

Die Veranstaltung mit dem Autor beginnt um 20 Uhr im Aetherblissement.

Weitere Infos

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Köln-Kalk dicht machen! http://hitandrun.blogsport.de/2011/11/15/koeln-kalk-dicht-machen/ http://hitandrun.blogsport.de/2011/11/15/koeln-kalk-dicht-machen/#comments Tue, 15 Nov 2011 11:55:27 +0000 Administrator Hit&Run http://hitandrun.blogsport.de/2011/11/15/koeln-kalk-dicht-machen/

www.dazwischengehen.mobi/

Aufruf der Antifa´ Koordination Köln&Umland

Am Samstag, den 19.11.2011 plant „Pro Köln/NRW“ eine „Demonstration gegen links“ in Köln-Kalk. Ab 11 Uhr soll es über die Kalker Hauptstraße zur Kalker Post und dann zur Wiers-bergstraße zum Autonomen Zentrum gehen, dessen Schließung die Rechtsaußentruppe fordert.
Schon seit Jahren propagiert „Pro Köln/NRW“ eine law-and-order-Politik gegenüber jenen, die nicht in das rechte Sicherheits-und-Ordnungs-Weltbild der Partei passen: Sowohl Antifaschist_innen, Migrant_innen wie auch Prekarisierte werden so zu „Linksfaschisten“, „kriminellen Ausländern“ oder „arbeitsunwilligen Randgruppen“, kurzum zu einer Bedrohung konstruiert, gegenüber der es eine harte Linie zu verfolgen gelte. Mit der Kampagne gegen das Autonome Zentrum springt „Pro Köln/NRW“ jetzt auf eine Debatte in Kalk auf, die CDU und SPD im Vorfeld bereits angestoßen haben. Wie so oft nutzen die Rechtspopulisten einen Nährboden, den die etablierten Parteien bereiten, um mit ihrer extremen Propaganda auf Wählerfang zu gehen. Damit erhofft sich „Pro Köln/NRW“ die Zustimmung derer, die sich von den Auswirkungen globaler Veränderungen und lokaler Umstrukturierungsprozesse in ihrem Leben und Veedel überfordert fühlen und ihre Wut und Hilflosigkeit auf ein Feindbild projizieren, das als Bedrohung wahrgenommen wird.

Tatsächlich gibt es in Kalk eine reale Bedrohung: Das Veedel wandelt sich derzeit von einem Stadtteil, in dem Wohnungen lange noch bezahlbar waren, zu einem teurem Nah-Innenstadtbereich. Die Mieten steigen und der Einzelhandel auf der Kalker Hauptstraße muss zu Gunsten eines Einkaufszentrums und immer mehr Ramschläden weichen. Verantwortlich dafür ist eine Städtebaupolitik auf Kosten der BewohnerInnen, die Großinvestoren fördert und somit die Zerstörung der bestehenden sozialen Strukturen im Viertel in Kauf nimmt.
Die realen sozialen Konflikte in Kalk interessieren „Pro Köln/NRW“ aber herzlich wenig: Kein Wort über Missstände in Wohnungen, die von den vermietenden Firmen nicht behoben werden, kein Wort von der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Kalk, kein Wort von den Kindern, die unterhalb der Armutsgrenze leben müssen, kein Wort von fehlenden Spiel- und Bolzplätzen und Jugendeinrichtungen.
Stattdessen hetzt man gegen ein selbstverwaltetes Zentrum, in dem sich Jugendliche (nicht zuletzt aus Kalk) und Andersdenkende den Freiraum nehmen, einen Teil ihres Lebens zu gestalten. Einen Freiraum, den sie nicht bezahlen müssen. Einen Freiraum, der für sie sonst gar nicht bezahlbar wäre.
Indem „Pro Köln/NRW“ versucht, eine Mauer der gesellschaftlichen Abgrenzung zwischen Benutzer_innen des Autonomen Zentrums und „arbeitenden oder arbeitswilligen […] Kölnern“ aufzubauen, folgen die Rechtspopulisten einer rassistischen oder sozial-darwinistischen Deutung von Verteilungs- und Konkurrenz-kämpfen. Die, die noch in Lohnarbeit in abgesicherten Beschäftigungsverhältnissen stehen, sollen sich gegen die, die nicht mithalten können oder wollen, abgrenzen. Je mehr der „kleine Mann”, als dessen Anwalt sich „Pro Köln/NRW“ versteht, vom sozialen Abstieg aus der Mittelschicht in die so genannte Unterschicht bedroht ist, um so mehr soll er die „Anderen” verteufeln.

Die Inhalte von „Pro Köln/NRW“ sind dabei nicht einmal besonders extrem, sondern gehören zum gesellschaftlichen Mainstream. Thilo Sarrazin und seine Fans fordern im Einklang mit der BILD-Zeitung von den strukturell Benachteiligten, sich selbst aus dem „Sumpf der Prekarität“ rauszuarbeiten und „Verantwortung“ für ihr Leben zu übernehmen. Nach dem Motto: Wenn du in der Scheiße steckst, bist du selbst dran Schuld.
Schaffen sie den Ausstieg aus der „Unterschicht” nicht, sind sie entweder faul (Arbeitslose) oder auf Grund ihrer kulturell bedingten Verhaltensweisen nicht anpassungsfähig. Eine angeblich fehlende Integrationsleistung wird insbesondere bei Muslim_innen ausgemacht. Mit der Konstruktion eines „Kampfes der Kulturen“ werden sie zu Sündenböcken für gesellschaftliche Konflikte abgestempelt. Die Feindbild-konstruktionen von Sarrazin, „Pro Köln/NRW“ und Co sind nicht rein willkürlich. Sie richten sich gegen Gruppen, die als unnützlich, weil nicht kapitalistisch verwertbar und damit als
bedrohlich markiert werden.

Die Strategie von „Pro Köln/NRW“ in Kalk ist die gleiche wie in Ehrenfeld: „Pro Köln/NRW“ will einen lokalen Konflikt anheizen und damit Ressentiments vor Ort mobilisieren. Nur steht dieses Mal nicht der Moscheebau im Mittelpunkt, sondern ausgerechnet ein unkommerzieller Raum: Das AZ. Ein Raum für Menschen, die aus dem Verwertungs-schema der Gesellschaft herausfallen, und für alle, die gegen soziale Abgrenzungen kämpfen wollen.

„Pro Köln/NRW“ hat angekündigt über die Kalker Hauptstraße bis zur Wiersbergstraße zu demonstrieren.

Darum kommt am 19. November ab 9 Uhr alle auf die Kalker Hauptstraße, damit die Rassisten nicht durchkommen!
Genaueres zu den Aktionen unter dazwischengehen.mobi und antifa-koeln.net…

Kein Platz für rassistische Hetze – nicht in Kalk, nicht in Köln, nicht sonst wo!

November 2011
AKKU-Antifaschistische Koordination Köln und Umland

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Antifascist Ballroom im AZ http://hitandrun.blogsport.de/2011/05/27/antifascist-ballroom-im-az/ http://hitandrun.blogsport.de/2011/05/27/antifascist-ballroom-im-az/#comments Fri, 27 May 2011 12:33:41 +0000 Administrator Hit&Run http://hitandrun.blogsport.de/2011/05/27/antifascist-ballroom-im-az/ Hit&Run hat einen Grund zu feiern – 5 Jahre lang haben wir uns eine goldene Nase verdient mit exklusiven Konzerten in den Kölner Prunk-Punk Schuppen.
Zum Feste gibt es den 3. Antifascist Ballroom im AZ, gemeinsam mit unseren FreundInnen von Kraake Konzerte.

Hier wird sich in den nächsten Wochen noch was tun, aber zu der wichtigsten Frage:

- Karten: hitandrunshows.bigcartel.com

- Ja, das Package um La Dispute spielt 2 Konzerte an dem Tag.

- All ages! ;)

La Dispute (Grand Rapids, US)
www.ladisputemusic.com

Touché Amore (L.A., US)
www.toucheamore.bandcamp.com

Death is not Glamorous (Oslo, NOR)
www.deathisnotglamorous.bandcamp.de

Static Void (Pott)
www.facebook.com/staticxvoid

My Defense (Köln)
www.facebook.com/mydefense

Aftershow:
Live: Les Trucs (FFM)
www.knertz.bandcamp.com/album/les-trucs

Ästhetik & Zerstörung (Elektro)
www.facebook.com/aesthetikzerstoerung

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Kein Sommer ohne Antifa! http://hitandrun.blogsport.de/2010/07/28/kein-sommer-ohne-antifa/ http://hitandrun.blogsport.de/2010/07/28/kein-sommer-ohne-antifa/#comments Wed, 28 Jul 2010 16:17:45 +0000 Administrator Hit&Run Politics http://hitandrun.blogsport.de/2010/07/28/kein-sommer-ohne-antifa/ www.antifa-camp.de

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein vielseitiges Programm mit vielen Workshops und Diskussionsrunden. Mit dabei sind wieder Angebote zu Themen wie Antifaschismus, Militarismus, Sexismus, Kapitalismuskritik und vieles mehr. Auch praktische Tips für die Arbeit vor Ort, Kultur, Party und Zeit für den Austausch mit „alten Hasen“ und Leuten und ganz neu dabei sind, werden nicht zu …kurz kommen.

Zum Programm

Das Hit&Run Kombinat freut sich sich auf das diesjährige Kulturprogramm:

Freitag
FEINE SAHNE FISCHFILET – Ska Punk aus dem Norden. Antifa Lieblinge und Stimmungsmaschine.
www.myspace.com/feinesahnefischfilet
KOBAYASHI – Politpunk aus Bremen – Älteres Semester, tiefgründig mit Attitüde und ner anständigen Portion Rotz.

Party:
Passend zum Vortrag über Homophobie im Dancehall gibts Reggea/Dancehall im Anschluss ohne den scheiß.
Nur Stimmung und gute Laune.
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Samstag
DENY EVERYTHING – HC/Punk aus Köln – Bestes Kid Dynamite double ever. Lösen sich im Oktober auf, jetzt nochmal schön zerlegen.
ZOSCH – SynthiePunk, auch Köln – Irgendwo zwischen Blondie und Amiga 500.

Party: Elektro/Minimal till Ordnungsamt

Teinahme geht nur mit vorheriger Anmeldung – alles auf der Homepage.

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Kopfpauschale verhindern! http://hitandrun.blogsport.de/2010/04/12/kopfpauschale-verhindern/ http://hitandrun.blogsport.de/2010/04/12/kopfpauschale-verhindern/#comments Mon, 12 Apr 2010 10:28:33 +0000 Administrator Hit&Run http://hitandrun.blogsport.de/2010/04/12/kopfpauschale-verhindern/

Text von www.kopfpauschale-verhindern.de

Kapitalismus macht krank – die Kopfpauschale zum
Debakel machen

Die geplante Gesundheitsprämie ist nicht nur ungerecht, sie ist auch unpopulär.
Erste Überlegungen zu einer linksradikalen Intervention gegen die Kopfpauschale.

Deutschland steht vor der größten Umwälzung seines Krankenversicherungssystems, seit dem vor über 120 Jahren die allgemeine Krankenversicherung eingeführt wurde. Die bisherige nach dem „Solidarprinzip“ finanzierte Krankenversicherung, die sich aus einem prozentualen ArbeitnehmerInnen und einem ehemals gleich hohem Arbeitgeberanteil speist, steht vor dem Aus.

Die Kopfpauschale kommt 2011
Die neue schwarz-gelbe Regierung plant ab 2011 die „Reform“ des Gesundheitssystems mit der sogenannten Kopfpauschale: Die ArbeitgeberInnen zahlen einen Festbetrag, der auf sieben Prozent eingefroren wird. Die gesetzlich Versicherten zahlen den Rest und tragen somit alle Risiken der absehbar rasant steigenden Kosten – wenn die Krankenkassen mehr Geld benötigen, steigen die Sätze. Das Sachleistungsprinzip – die Krankenkasse stellt Leistungen für den Versicherten bereit – soll abgelöst werden von der Kostenerstattung: Die Krankenkasse übernimmt teilweise Kosten des Versicherten, der damit zum Bittsteller an den Staat wird: JedeR muss seine/ihre Leistungen von der Krankenkasse genehmigen lassen. Der „giftigste Pfeil“ ist aber die Kopfpauschale: Alle entrichten einkommensunabhängig den gleichen Betrag, egal ob Supermarktkassiererin oder Behördenleiter. Der Pauschalbeitrag soll zunächst bei etwa 150 Euro liegen, ist aber nach oben offen. Experten gehen davon aus, dass die Prämie auf 300 Euro schnellen wird. Für die Ärmsten soll es einen „Sozialausgleich“ aus Steuermitteln geben, den sie beantragen können – auch hier eine Bittstellerposition: Wer sich die Versicherung nicht leisten kann, muss darauf hoffen, dass ihm der Staat unter die Arme greift.

Wer arm ist, zahlt auch mehr
Die BefürworterInnen der Kopfpauschale nehmen mittlerweile kein Blatt mehr vor den Mund, wie der Ökonom Bernd Raffelhüschen von der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“: „Hohe Einkommen machen nicht kränker“, stellt er ganz richtig fest. „In fortgeschrittenem Alter sinken die Einkommen und damit die Beiträge deutlich, während die Gesundheitsausgaben steil nach oben gehen.“ Um die Lücke zwischen eingezahlten Beiträgen und verursachten Kosten zu schließen, schlägt er vor, den Einzelnen in der Erwerbsphase zu „entlasten“ und im Alter zu „belasten“. „Damit käme man der Äquivalenz zwischen Einzahlungen und in Anspruch genommenen Leistungen während eines Lebenszyklus näher.“ Sprich: Alte und chronisch Kranke zahlen mehr, da sie auch öfter krank sind. Und: Je ärmer Menschen sind, desto häufiger sind sie krank und desto mehr sollen sie auch einzahlen. Eine Spirale, die nach unten führt, denn wer sich eine Behandlung nicht leisten kann, geht auch weniger zum Arzt und hat weniger Möglichkeiten für eine angemessene Gesundheitsversorgung.

Die Kopfpauschale ist sozial ungerecht
Was die neue Regierung plant, ist so offensichtlich ungerecht, dass sich sogar die Medien äußert kritisch über die Kopfpauschale äußern. Sie sprechen mittlerweile von einem „Zwei-Klassen-System“, das im Gesundheitssektor zementiert wird. Eine einkommensunabhänige Abgabe, die 70 Millionen Menschen leisten müssen, widerspricht jedem Verständnis von sozialer Gerechtigkeit. Menschen mit geringem Gehalt müssen für Gesundheit genauso viel wie die gut Verdienenden bezahlen. Die Beitragszahlenden fangen alle Schwankungen in der Finanzierung des Gesundheitssystems auf, die ArbeitgeberInnen können sich auf ihrem Festbetrag ausruhen. Die neuen Planungen im Gesundheitssystem folgen der Idee des „Leistungsprinzips“: Sogenannte „Leistungsträger“ der Gesellschaft sollen auf Kosten weniger Privilegierter entlastet werden. Tatsächlich aber ist die Reform eine Umverteilung von unten nach oben. Sie ist ein weiterer Schritt in eine entsolidarisierte Gesellschaft, denn die „Leistungsträger“ der Gesellschaft sollen nicht für Bedürftige aufkommen müssen. Ein „Leistungsträger“ aber ist definiert über hohen Verdienst oder Besitz. Wer angeblich nichts leistet oder leisten kann, beziehungsweise wer zu denjenigen gehört, die für ihre Arbeit schlecht bezahlt werden, der soll dazubezahlen. Mit der Kopfpauschale ist ein großer Teil der Bevölkerung noch mehr als im bisherigen Maße von einer ausreichenden Gesundheitsversorgung ausgeschlossen. Wer weniger Geld hat, wird schlechter versorgt. Im Endeffekt macht dieses System viele Menschen krank und verkürzt ihr Leben. Die Differenz der durchschnittlichen Lebenserwartung von sehr armen und sehr reichen Menschen liegt in Deutschland bei bis zu zehn Jahren.

Kopfpauschale als Höhepunkt der Privatisierungsoffensive
Gerade jetzt, in Zeiten der kapitalistischen Krise, wird eine Umstrukturierung im rentablen Gesundheitssystem immer attraktiver. Obwohl die geplante Reform des Gesundheitswesens eindeutig den Höhepunkt der Privatisierungsoffensive in diesem Bereich darstellt, reiht sie sich ein in die Geschichte der kontinuierlichen Verschlechterung der Versicherungsleistungen in der BRD. Schon seit Mitte der 70er Jahre wurde versucht durch Kostendämpfungsgesetze, die vor allem Leistungskürzungen bedeuteten, die auftretenden Finanzierungsprobleme in den Griff zu bekommen 1992 wurde unter FDP/CDU das gesamte Gesundheits-System neu strukturiert. Im Sinne eines regulierten Wettbewerbs wurden beispielsweise alle Krankenkassen geöffnet und die Beziehungen zwischen Krankenkassen, Leistungserbringern und Versicherten umgestaltet. Kosten wurden von der Solidargemeinschaft auf die Patienten und die Versicherten verlagert, insbesondere die ArbeitgeberInnen wurden finanziell entlastet. So wurde z.B. das Bonusheft beim Zahnarzt und Zuzahlungen bei ehemals kostenlosen Verordnungen (Krankengymnastik, Massagen, Brillen) eingeführt. Die Rot-Grüne Regierungszeit leitete eine erneute Verschlechterung der Leistungen der bisherigen Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein. Es wurden Zuzahlungen bei Medikamenten und Krankenhausaufenthalten fällig, bei Arztbesuchen wurden Praxisgebühren von 10€ pro Quartal erhoben. Ehemals garantierte Leistungen für Brillen und Zahnersatz wurden gestrichen. Auch die Große Koalition setzte, den eingeschlagenen Weg fort, nachdem Union und FDP 2004 im Wahlkampf bereits den ersten Versuch einer Kopfpauschale (damals verklausuliert als „solidarische Gesundheitsprämie“) gestartet hatte.

Gesundheitssystem heute
Die SPD/CDU Koalition einigte sich auf den aktuellen „Gesundheitsfond“ und damit auf die schleichende Abschaffung der paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die ArbeitgeberInnen müssen nur noch 7%, die ArbeitnehmerInnen hingegen 7,9 % in den Fonds einzahlen. Die Entlastung der ArbeitgeberInnen besorgt der Staat durch Zuzahlungen zum Fond. Reicht den Kassen das Geld aus dem Gesundheitsfond nicht aus, erhöhen sie die Beitragssätze allein zu Lasten der ArbeitnehmerInnen, wie es von der DAK ab Februar bereits praktiziert werden wird. Parallel zu dieser Entwicklung werden gesetzlich Versicherte immer häufiger bedrängt, sich zusätzlich privat zur Vorsorge und gegen die Risiken der Krankheiten zu versichern, die bewusst aus der garantierten Leistung der GKV genommen wurden. Bei der Vermittlung solcher privaten Versicherungen ist die gesetzliche Kasse gerne behilflich, da sie in der Regel bereits über private Versicherungspartner verfügt und gerne die fällige Vermittlungsgebühr kassiert. Auch bei der Pflegeversicherung strebt schwarz/gelb zusätzlich eine zwangsprivate Vorsorge an. Die aktuell geplante Kopfpauschale trägt diese Logik der „Eigenverantwortung für das Risiko krank zu werden“ ebenso in sich – es läuft auch hier auf Zwang zu mehr privaten Leistungen der Versicherten hinaus. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wenn das alles nur ein Problem der gesetzlich Versicherten ist und die privat Versicherten nicht betrifft. Doch in den privaten Krankenversicherungen sind nicht nur Reiche versichert, sondern z.B. auch alle prekären Selbstständigen und die Kulturschaffenden, denen die Aufnahme in die Künstlersozialkasse (KSK) verweigert wird. Auch hier steigen die Beiträge für alle entsprechend ihrer individuellen Risikogruppenzugehörigkeit, was für die Armen in den Privatversicherungen ziemlich verheerend sein kann, z.B. wenn sie chronisch krank sind.

Zeit zur Intervention
Eine linksradikale Intervention gegen die Kopfpauschale halten wir für möglich und politisch richtig. Auch wenn die bisherige Regelung der Krankenversicherung alles andere als gut ist, können wir das, was kommen wird, kritisieren und angreifen. Denn die Neuerungen, die 2011 im Gesundheitswesen anstehen weiten die bisherigen sozialen Ungerechtigkeiten stark aus. Unsere Forderungen müssen allerdings darüber hinausgehen, nur das Alte verteidigen zu wollen. Wir müssen jetzt angreifen! Es wäre eine verpasste Chance, wenn wir uns erst nach der tatsächlichen Umsetzung der Demontage unserer Gesundheitsversorgung einmischen. Der Fehler, der der radikalen Linken bei den Protesten gegen die Hartz IV Gesetzen unterlaufen ist, darf nicht wieder passieren: Die meisten linken Gruppen hatten im Sommer 2004 Schwierigkeiten, ihren Platz zu finden und entschlossen sich eher überrumpelt den Montags-demonstrationen fern zu bleiben, anstelle sich im teilweise schrulligen Meinungsdickicht zu behaupten und die überraschende Dynamik des Protests mit zu gestalten. Wir halten es deshalb für wichtig, schon vor der NRW Wahl unsere Kritik an der Kopf-pauschale auf die Straße zu tragen, auch solange CDU/FDP die Pläne bezüglich der Kopfpauschale noch deckeln wollen. Noch pfeift Angela Merkel ihren Gesundheitsminister Philipp Rösler zurück, denn noch geht es um Wählerstimmen. Spätestens nach der Wahl aber wird das Thema vehement forciert werden, werden auch Gewerkschaften, Sozialverbände, Kirchen, DIE LINKE, die Grünen und andere in die Kritik einsteigen. Dann sind wir schon da.

Soziale Kämpfe heißt: Konkrete Kämpfe
Die derzeitige Wirtschaftskrise hat viele Linke motiviert, zum Teil aber auch sehr irrationale Hoffnungen geweckt und in vielerlei Hinsicht lähmend gewirkt. Viele warten noch auf die prophezeiten “sozialen Unruhen”, die ja doch eigentlich aus der Krise des Kapitalismus erwachsen müssten. Dass diese Unruhen bisher nicht eingetreten sind, zeigt deutlich, dass linksradikale Politik darin bestehen muss, dass wir selbst zu AkteurInnen, OrganisatorInnen und ProtagonistInnen von sozialen Unruhen werden. Protest und Widerstand sind keine Selbstläufer. Sie müssen initiiert, angestachelt und begleitet werden. Aber! Selbst mit der Angst der Menschen, dass sich ihre eigene Lebenssituation verschlechtern könnte, selbst mit existentiellem Druck und der Entwürdigung, die zahllose Menschen bereits durch die Hartz-Gesetze erfahren, sind soziale Proteste eine langatmige und schwierige Angelegenheit. Erst müssen Menschen beginnen, diese Demütigungen und Verschlechterungen nicht mehr hinzunehmen, sondern ihre eigene Situation als ungerecht zu empfinden. Das ist Grundvoraussetzung für sozialen Widerstand. Diese Voraussetzung sehen wir bei Protesten gegen die Kopfpauschale als Möglichkeit. Eine generelle Ablehnung des kapitalistischen Systems heißt für uns nicht, dass nicht gleichzeitig auch ein alltäglicher Kampf stattfinden kann gegen ganz konkrete Bedrohungen und Verschärfungen der sozialen Lage. Solange in diesem Kampf Forderungen möglich sind, die auf eine grundlegende gesellschaftliche Veränderung abzielen. Das ist für uns mit der Forderung nach einer kostenlosen, qualifizierten Gesundheitsversorgung weltweit und einer allgemein sozial gerechten und solidarischen Gesellschaft gegeben. Es ist nicht reformistisch, sich in konkrete Kämpfe einzubringen, auch wenn diese nur ein kleiner Bereich vom Ganzen sind, in dem Veränderung gefordert wird.

Thema Gesundheit – Risiko oder Chance?
Bislang gibt es in Deutschland nur wenig Tradition erfolgreicher fortschrittlicher Proteste gegen unsoziale Änderungen im Gesundheitssystem. Die Mobilisierungsfähigkeit bei diesem Thema ist bislang sehr gering. Die Betroffenengruppe ist so riesig, dass es quasi alle und somit auch irgendwie niemanden trifft. Die Chance sehen wir aber darin, dass die Kopfpauschale so viele wie selten zuvor schmerzlich treffen wird: 70 Millionen Betroffene! Darunter auch wir selbst. Wir laufen somit nicht Gefahr, Klientelpolitik zu betreiben. Bisher sind die Reaktionen auf die Pläne der Regierung in der Presse sehr negativ. So ist immer wieder der Vorwurf des “Unsozialen” zu lesen. Eine Herausforderung ist es nun, linksradikale Positionen in die Öffentlichkeit zu bringen. Bislang kam da herzlich wenig. Die Kopfpauschale wurde noch nicht eingeführt; wir können hier aktiv etwas verhindern und nicht nur dessen Abschaffung einfordern!

Kräfte bündeln
Der Erfolg linker Projekte hängt entscheidend davon ab, ob und wie Kräfte gebündelt werden, um öffentlichen Druck aufzubauen und Orte öffentlich wirksamer Gegenmacht herzustellen. Dass es viele unterschiedliche Herangehensweisen und Aktionsformen gibt, halten wir nicht nur für vereinbar, sondern auch für notwendig, um vielfältigen und breiten Protest zu organisieren. Wir müssen vor Ort dafür zu sorgen, dass unsere Kräfte an konkreten Themen gebündelt werden, um gemeinsam agieren zu können. Das Thema bietet sich dafür an, spektrenübergreifend im Bündnis zu arbeiten und gleichzeitig ist die nötige Abgrenzung zu anderen Positionen mit der Forderung nach dem kostenlosen Zugang zu Gesundheit problemlos möglich. Wir stellen uns keinen Protest vor, der zur generellen Unmutsäußerung gegen schwarz-gelb wird, in die sich auch die Regierungsopposition einreihen kann. Unser Anliegen ist es, ein Projekt, das offensichtlich so unsozial und unsolidarisch ist und für so viele Menschen einen spürbaren Einschnitt in ihr Leben bedeuten wird, aus einer linksradikalen Perspektive anzugehen.

Was tun?
Möglichkeiten für eine praktische Intervention gibt es zahlreiche – immerhin steht der NRW-Wahlkampf an! Die endgültige Entscheidung über die Kopfpauschale soll bewusst erst nach der NRW-Wahl (9. Mai 2010) fallen. Auch FDP und CDU werden hier öffentlich für Stimmen werben. Zudem treten auch andere Architekten des neuen Krankenkassensystems auf, sei es auf Veranstaltungen, Messen o.ä. Gesundheitsminister Rösler wird im Februar seine Kommission zur Schaffung der Kopfpauschale vorstellen, bis zum Sommer soll sie konkrete Vorschläge vorlegen. Dieses nächste halbe Jahr bietet genug Orte und Zeitpunkte für eine linksradikale Intervention gegen ein zentrales Projekt der neuen schwarz-gelben Regierung.

Die Privatisierung im Gesundheitswesen beenden. Kostenlose Gesundheitsversorgung für alle, weltweit!

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Hardcore gerettet – Nazi verliert Wortmarke http://hitandrun.blogsport.de/2010/01/26/hardcore-gerettet-nazi-verliert-wortmarke/ http://hitandrun.blogsport.de/2010/01/26/hardcore-gerettet-nazi-verliert-wortmarke/#comments Tue, 26 Jan 2010 08:44:03 +0000 Administrator Hit&Run http://hitandrun.blogsport.de/2010/01/26/hardcore-gerettet-nazi-verliert-wortmarke/ Ihr lest richtig! Gemeinsam haben wir es geschafft: Unser Anwalt hat uns soeben mitgeteilt, dass das Markenamt gegen den Neonazi Timo Schubert entschieden hat. Die von ihm für Kleidung angemeldete Wortmarke „Hardcore“ wurde aufgrund unseres Antrags am 28.12. offiziell gelöscht.

Da der Nazi innerhalb der anschließenden Frist keine Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt hat, ist die Löschung ab sofort rechtskräftig. Ein großer Erfolg für unsere Kampagne. Die 150.000 Sticker, 50.000 Flyer und reihenweise Banner haben sich also gelohnt.

Wir sind uns sicher, dass dies ohne die vielen tausend Mails und Anrufe von Euch beim Markenamt und alle die Hilfe nicht möglich gewesen wäre. Insofern wollen wir uns demnächst noch mal mit einer großen Aktion bei allen Unterstützern bedanken. Wir haben einige gute Pläne. Sobald wir den Stress mit dem Nazi-Aufmarsch in Dresden hinter uns haben, kümmern wir uns um ein angemessenes „Dankeschön“ für Euch.

Wir sehen uns in Dresden!

Euer Kein Bock Auf Nazis-Team

Quelle: www.keinbockaufnazis.de

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NSHC ausschalten! http://hitandrun.blogsport.de/2009/12/04/nshc-ausschalten/ http://hitandrun.blogsport.de/2009/12/04/nshc-ausschalten/#comments Fri, 04 Dec 2009 13:57:54 +0000 Administrator Hit&Run Politics http://hitandrun.blogsport.de/2009/12/04/nshc-ausschalten/ LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, #37 Schwerpunkt: National Socialist Hardcore
Category: news, feature news
Anfang Dezember erscheint die 37. Ausgabe der antifaschistischen Zeitschrift LOTTA mit einem Schwerpunktthema, das gerade auch für die Punk- und Hardcore-Szene von Interesse sein dürfte: Wir befassen uns ausführlich mit dem „National Socialist Hardcore“, der Neonazi-Adaption des Hardcore, die immer mehr Einfluss in der rechten Szene gewinnt.

Lauter, schneller, härter

Hardcore, Hatecore und National-Socialist-Hardcore



Ende der 1970er Jahre brachte der aus dem Punk entstandene RechtsRock in Verbindung mit der Skinhead-Kultur junge Menschen stärker als zuvor mit extrem rechter Ideologie in Berührung. Diese jugendkulturelle Neuerung sorgte dafür, dass die extreme Rechte und vor allem der Neonazismus nicht eine Bewegung vor allem alter Männer wurden, sondern neue Dynamik und neue Attraktivität entwickelten. Fast 20 Jahre lang waren dann Bomberjacken und Glatzen die Erkennungsmerkmale der neonazistischen Jugendkultur. Diese wandelt sich jedoch seit einigen Jahren erneut – sowohl auf der musikalischen als auch auf der ästhetischen Ebene. Die Neonazis entdeckten den Hardcore.



Begann die Entwicklung des RechtsRock in England, so hatte der rechte Hardcore (HC) seinen Ausgangspunkt in den USA. Hier orientierten sich seit Beginn der 1990er Jahre Bands wie Max Resist, die Blue Eyed Devils oder Aggravated Assault am Hardcore-Style, einer lauteren, schnelleren und härteren Variation des Punk. Vor allem die Dynamik, die musikalische Härte und die zur Schau gestellte Maskulinität des Hardcore waren die Anknüpfungspunkte, die die extreme Rechte faszinierten. Während der Mode-Stil der Hardcore-Szene – Basecaps, Kapuzenpullover, Bärte, Piercings – übernommen wurde, distanzierte man sich von den Texten der ursprünglichen HC-Szene, in denen sich oftmals Unzufriedenheit und Wut über gesellschaftliche Zustände ausdrückten – eine Kritik, die in weiten Teilen links und fortschrittlich war. Später übernahmen einzelne Bands des neonazistischen Hardcore dann auch inhaltliche Versatzstücke, etwa antikapitalistische Elemente, den Straight-Edge-Gedanken oder die Propagierung veganer Ernährungsweise, und integrierten sie in ihr extrem rechtes Weltbild.



Ab 1997 tourten extrem rechte Hardcore-Bands aus den USA auch durch Deutschland. Waren diese Bands und ihr Stil zuvor nur wenigen Anhängern hierzulande bekannt, wurden sie nun schnell zu den Stars der deutschen Szene. Deutsche Bands wie Hate Society aus Bamberg, SEK aus Wernigerode oder Might of Rage aus Chemnitz begannen, sie zu kopieren. Nach der Jahrtausendwende wurde neonazistischer Hardcore immer populärer. Während sich die ersten CDs schon aufgrund ihrer Cover eindeutig dem Neonazismus zuordnen ließen, wurde die Bildsprache mit der Zeit subtiler und orientierte sich zunehmend an den Symboliken des nicht-rechten Hardcore.
Dies macht den extrem rechten Hardcore einerseits anschlussfähiger; andererseits verlor er dadurch seine politische Eindeutigkeit. Die deutschen Bands kreierten daraufhin den Begriff des „National Socialist Hardcore“, kurz: NSHC. NSHC entwickelt sich in der extrem rechten Szene immer mehr zum Modephänomen.



Die Artikel:

- Die Entwicklung des Hardcore und das Aufkommen neonazistischer ProtagonistInnen dieser Musik beschreibt Ingo Taler in seinem Beitrag „National Socialist Hardcore. Zwischen Mythos und Selbstverständnis“.

- Am Beispiel Straight Edge zeigt Ingo Taler auf, wie und inwieweit sich Neonazis jugendkulturelle Themen aneignen.

- Accessoires und Kleidungsstil des Hardcore hielten Einzug in die RechtsRock-Szene und modernisierten deren Erscheinungsbild. Jan Raabe führt aus, wie diese kulturelle Öffnung in ästhetischer Hinsicht die Herausbildung der „Autonomen Nationalisten“ mit beeinflusste.

- Welche Gegenstrategien die linke bzw. nicht-rechte Hardcore-Szene dieser Entwicklung entgegensetzen kann, fragte Rainer Brahms die Mitglieder der Kölner Konzertgruppe „Hit & Run“.



Und außerhalb des Schwerpunktes??



Außerhalb des Schwerpunktes gibt es wie immer ein 60seitiges, gut recherchiertes Antifa-Magazin, in dem nicht nur über die extreme Rechte geschrieben wird. In der Rubrik „Geschichte“ lest ihr diesmal den 10. Teil der Reihe „NS-Gedenkstätten in NRW“, in „Anti-Rassismus“ führten wir ein Interview zu den drohenden Abschiebungen von Roma in das Kosovo. Wir berichten außerdem über Versuche des Verfassungsschutzes, mittels des Extremismus-Konstruktes gegen antifaschistische Projekte vorzugehen und erklären, was es mit der vermeintlichen Israel-Solidarität von rassistischen Gruppen wie Pro NRW oder dem Internetprojekt „Political Incorrect“ auf sich hat. Dann gibt es natürlich noch Kurzberichte, RechtsRock- und Aufmarsch-Splitter sowie Rezensionen.


LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW

Am Förderturm 27

46049 Oberhausen

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http://hitandrun.blogsport.de/2009/12/04/nshc-ausschalten/feed/
Antifaschistische Gedenkdemonstration am 9. November in Leverkusen http://hitandrun.blogsport.de/2009/11/06/antifaschistische-gedenkdemonstration-am-9-november-in-leverkusen/ http://hitandrun.blogsport.de/2009/11/06/antifaschistische-gedenkdemonstration-am-9-november-in-leverkusen/#comments Fri, 06 Nov 2009 11:57:42 +0000 Administrator Hit&Run http://hitandrun.blogsport.de/2009/11/06/antifaschistische-gedenkdemonstration-am-9-november-in-leverkusen/ Antifaschistische Gedenkdemonstration am 9. November in Leverkusen
Kein Vergeben – Kein Vergessen!


Der 9. November 1938 mit seinen Pogromen ist ein Symbol für faschistischen und antisemitischen Terror, der von der großen Mehrheit der Deutschen aktiv unterstützt oder zumindest toleriert wurde. Er ist der Beginn von Deportation, Zwangsarbeit und industriellem Massenmord an Millionen Menschen jüdischen Glaubens und der Verfolgung aller, die sich dem entgegenstellten .

Unter dem Motto „Kein vergeben – Kein Vergessen!“ wollen wir auch zum 71. Jahrestag am 9. November den Opfern des Nationalsozialismus gedenken.
Außerdem wollen wir ein deutliches Zeichen gegen alle setzen, die sich heute positiv auf den Nationalsozialismus beziehen, die die Shoa relativieren oder leugnen, auf Ausgrenzung bauen, und allen, die antisemitische, rassistische und fascistische Hetze verbreiten oder sie verharmlosen. Mehr Informationen hier.

Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg!

Kommt zur antifaschistischen Gedenkdemonstration am Montag, den 9.11.2009
um 19.00 Uhr in der Bahnhofstraße in Leverkusen-Opladen

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise: 18 Uhr HBF Köln
koeln.antifa.net

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